7
Mai
2009

Die langsamen Balinesen....

Ja, von diesen möchte ich jetzt berichten. Ich habe am 23.4.2009 bereits erzählt, dass ich mit Handschlag den Bau meines Hauses in die Hand eines Contructors (Gede) gegeben habe.

Gede hatte dann nichts besseres zu tun, als gleich noch am selben Tag den Platz auf meinem Grundstück mit mir zu bestimmen, wo ich dieses kleine Häuschen gerne hätte…. und 2,5 Stunden später war alles bereits eingezäumt.

Nun gut, dann kommt für Balinesen die Zeit, wo sie auf einen „guten“ Tag für den Beginn des Baues warten… da dacht ich mir, ok Zeit zum relaxen, so schnell wird das nicht gehen.

Ja ja, so kann man sich täuschen. In den darauffolgenden 2 Tagen wurde mal das Fundament ausgehoben… und ich schreib es hier wahrscheinlich noch öfters, weil ich es einfach gar nicht glauben kann…. MANUELL.. hier wird alles von Hand gearbeitet, keine Maschinen – ok, ausgenommen die Mischmaschine, aber ansonsten, fast alles ohne maschinelle Hilfe. Das muss man sich mal vorstellen!!!! Ich glaub, dass ist gar nicht so einfach, sich das vorzustellen.

So, aber jetzt mal weiter – in Kurzform…

Zwischenzeitlich habe ich erfahren, dass der nächste „gute“ Tag am nächsten Tag – also Tag 4 meiner Baustelle (Mo. 27.4.2009) – ist, und an diesem natürlich die übliche balinesische Zeremonie nicht fehlen darf – Gaby, Helga und ich natürlich auch nicht. Dieser Tag begann für uns damit um 05,00 früh, da wir um 07,00 bereits draussen (in Kalisada) sein mussten. Es war eine wunderschöne Zeremonie – und ich glaube, nicht nur ich war ganz besonders berührt. Danach gings für Gaby und mich weiter nach Padangbai – 2 Tage entspannen…

Am Ende dieser Woche also Tag 7 (Fr. 01.05.2009) wollten die Beiden dann natürlich noch einmal die „Baustelle“ besuchen – und es war gigantisch was in der Zwischenzeit bereits alles getan worden ist. Das Fundament war fertig = 50 cm betoniert hinunter – auf eine Fläche von 8,5 Meter mal 8,5 Meter – und bereits 80 cm in die Höhe war gemauert – nicht vom Haus, sondern Fundament an der Oberfläche.

Eine Menge Eisensteher – auch jedes einzelne Verbindungsstück – manuell gebogen – waren auch bereits verarbeitet und ragten so mir nichts dir nichts in die Höhe… irgendwie wirkt meine Häuschen jetzt wie ein „Knusperhäuschen… hmmm … doch zu klein geplant … wobei größer ist nicht drinnen… was solls, jetzt kann ich es sowieso nicht mehr ändern….

Wir sind von dannen gezogen, und haben unseren restlichen Urlaub (1,5 Tage) genossen.

Am darauffolgenden Montag wäre eigentlich wieder ein Kalisada Besuchstag geplant gewesen – ok mit Bronchities ist des net lustig – also verschieben wir das ganze um 2 Tage.

Die Burschen sind ein Wahnsinn. Man muss sich mal vorstellen, so bei 35 Grad Hitze 8 Stunden am Tag in praller Sonne…. upsi ich muss bald mit Bäume pflanzen beginnen, weil sonst hält mans einfach nicht aus – und die armen Burschen arbeiten… ich bin schon froh, wenn ich nur im Schatten sitzen und zugucken darf – ohne den kleinen Finger zu rühren – und die arbeiten richtig hart !!!!

Betoneimer schleppen, Wasser von der gut 30 Meter entfernten Stelle mittels Töpfen zu holen, schaufeln, Steine schupfen, irgendwie was rundherum einschallen mittels Latten… irre – mir wird schon alleine vom zugucken schwindelig!!!

Am Mittwoch, 6.5.2009 war ich wieder so fit, um mir die Fortschritte anzugucken – wohl gemerkt gucken – bloss keinen Finger rühren…

Echt es ist ja fast nicht zu glauben – aber die Burschen sind mittlerweile fast mit dem Erdgeschoß fertig!!! Samt meinen „kleinen“ Änderungen – wie zum Beispiel zusätzliche Spülbecken für das Tauch-Equipment einbauen – alles bereits berücksichtigt!!!

Wahnsinn – eine Bauzeit von nicht einmal 9 Arbeitstagen – die Burschen können den Sonntag nicht frei gehabt haben – sonst wärens glatt nur 8 Arbeitstage – und das Erdgeschoß steht… und wenn ich jetzt so durch die Räume spaziere… supie… es wirkt jetzt schon gemütlich und heimelig… und vor allem groß genug … ;-)

Ich hab schon die ersten Views aus meinen Fenstern genossen, insgeheim den schönsten Platz auf der Terrasse gefunden… mein wunderschönen – ups – vielleicht ein bissl sehr großzügig geplanten – Ausgang vom Schlafzimmer in den Garten ausprobiert – und in Gedanken die Küche eingerichtet – klein, fein, aber mein.

Ich hab in der Zwischenzeit – hatte dafür auch nur 1 Tag Zeit – meinen Elektroplan „gschwind“ gezeichnet, weil der Contructor gemeint hat – es ist an der Zeit, wenn wir noch was berücksichtigen wollen … ;-) .. phuuuu – Stress und schwitz pur!!! – und ich sitz bloss am Schreibtisch ;-) !!!

Wenn das in diesem Tempo weiter geht, sind die Burschen am ….. fertig….wobei, der Contructo hat mir den Termin für die letzte von 4 Ratenzahlungen schon genannt – den schreib ich jetzt nicht auf… wir sind hier in Bali – da halte ich mich lieber mit Prophezeiungen zurück – wir wollen die Götter ja nicht erzürnen – und irgend etwas vorgeben – was im Endeffekt vielleicht doch nicht ganz in unseren Händen liegt… aber was ich mittlerweile so von Gede für einen Eindruck erhalten habe… der Mann versteht sein Geschäft – dass muss man ihm neidlos zugestehen!

Jetzt komm dann ich bald ins struddeln… Fliesen aussuchen, Verputzfarbe bestimmen, Küchennische nochmal genau spezifizieren – wo soll die Abwasch ihren Platz finden??, Dachziegel vielleicht doch in 2 unterschiedlichen Farben halten,…

Muss man sich mal vorstellen… die Ziegel sind ja für gewöhnlich so rötlich-braun, und wenn du entscheidest… ok wegen Sonneneinstrahlung wäre es besser, wenn das Dach weiss ist… und vielleicht die Eckkanten blau – dann geht die Crew her, und taucht jede einzelne Dachziegel in den Farbentop, warten bis das getrocknet ist – und verarbeiten sie.

Ich komm einfach aus dem Staunen nicht heraus!!!

Wenn man jetzt glaubt, Gede der Chef – treibt seine Crew mit der Peitsche herum – weit gefehlt, es wird gesungen, geschnattert, pausiert und gelacht – am meisten kommt mir vor immer dann, wenn ich auftauch und versuch Gede irgendetwas in meinem Indonesisch – Hand – Fuss – gestammle zu erklären.

Es ist einfach nicht zu fassen – wie diese Baustelle hier abläuft. Ich bin schon total gespannt, welche Überraschungen ich morgen erleben werde.

Ich freu mich schon wie ein kleines Kind darauf, zu gucken, welche Fortschritte mein Häuschen macht – und wenns die Zeit wieder zulässt, kommen die nächsten News, damit auch ihr auf dem Laufenden bleibt.

Bis dahin einen dicken Knuddler
Brigitta

Urlaubs-Rückmeldung...

Jetzt möchte ich mich mal vom Urlaub mit Gaby zurückmelden.

Es war eine wunderschöne Zeit mit ihr. Danke. Und sie hatte auch Verständnis für meine notwendigen Stunden, um an meinem Projekt weiterarbeiten zu können. Dass ist nicht unbedingt wenig gewesen, was ich da von unserer kostbaren Zeit kürzen musste. Es war so schön sie hier zu haben, dass ich bei der Abreise eigentlich am liebsten mitgekommen wäre.

Was mich auch besonders gefreut hat ist, dass sich Gaby und Silvia ein wenig näher gekommen sind – und sich nun – was ich so mitbekommen habe – nach dem überaus köstlichem Abendessen, das Silvia (ganz narrischen Dank dafür) für uns zubereitet hat – auch noch köstlich unterhalten können.

Es war auch ein schönes Ereignis, Helga das 1. Mal beim Schnorcheln zu begleiten. Es ist immer wieder schön, zu sehen, wie Augen zu leuchten beginnen – samt Maske mitten im Gesicht.

Und auf Helgas Verhandlungskünste – na da kann ich nur vor Neid erblassen… nachdem sie das die ersten beide Male mich machen hat lassen – hat sie die ganze Sache selber in die Hand genommen – und noch bessere Ergebnisse als ich herausgeschlagen… da muss ich mir doch glatt ein Beispiel daran nehmen… ;-)

Ich hoffe, ich konnte den Beiden ein wenig „mein“ Bali näher bringen. Ich habe mich zumindest bemüht… ups… dass erinnert mich an eine Zeile in meinem ersten Arbeitszeugnis… nach der Lehre… sie hat sich stets bemüht…. nach diesen Zeilen war ich den Rest meines Arbeitslebens in Österreich immer sehr bemüht ;-) , genau diese Worte nicht mehr in meinem Zeugnis stehen zu haben… was mir auch gelungen ist. Und ich glaube auch in diesem Urlaub… war das „bemühen“ nicht umsonst gewesen….

Ich denke, sie können Beide nun besser verstehen, warum ich diesen Schritt gewählt habe. Samt allen Konsequenzen, Vor- und Nachteilen. Einiges davon haben sie ja jetzt kennengelernt.

Ich bin nach dem Abschied von den Beiden dann gleich mal krank geworden und durfte mal wieder „genießen“, was es heisst Bronchities zu haben. Gott sei Dank habe ich das zumindest wieder in den Griff bekommen – und muss zwar momentan meine Medikamente wieder nehmen, aber ich bin guter Dinge, dass ich die auch bald wieder absetzen kann.

Alles in Allem, es war nicht nur Urlaub für die Beiden, sondern auch für mich und ich freu mich heute schon auf eine Wiederholung. Ich wünsch mir sehr, dass das mit Gaby vielleicht sogar noch heuer auf ein „Sprüngerl“ klappt.

Bis dahin gibt es einiges zu tun – und ich bin voll dabei….

23
Apr
2009

Die Entscheidung ist gefallen...

Schon alleine die Worte sagen wohl alles aus! Heute geht für mich ein wichtiger Tag schön langsam dem Ende zu. Ich habe mit Handschlag ein "Kaufgeschäft" abgeschlossen ... und kann nur sagen... Gaby ist bei ihren Einkäufen immer ein bissl "günstiger" weggekommen... und Helga entpuppt sich sowieso als "Verhandlungsgenie"... - was soll ich sagen - ich hab mit einem Handschlag IDR 320,000.000,-- ausgegeben...

Somit mein Haus gekauft.... wie auch immer es im Endeffekt aussehen wird... die Tauchschule muss noch warten... sonst geht mir die Luft aus, noch bevor ich eingezogen bin,.... und mein wunderschön großzügig geplantes Schlafzimmer im Erdgeschoss wird wohl eine Zeitlang als "Kompressorraum" und Equipmentraum herhalten müssen... ist vielleicht auch für was gut... somit sind dann in Hinkunft alle im Village gewohnt, dass es in meinem Schlafzimmer "hoch her geht"???!!!???

Wie auch immer... ein denkwürdiger Tag für mich und für alle die in meiner Nähe sind.

Huch ... irgendwie hört sich der ganze Bloggeintrag heut ganz schön egoistisch an... hmmm wie sollt ich das jetzt wohl ändern?

Gar nicht. Ich hoffe, nein wünsche mir, dass mich alle rundherum verstehen können... es ist einen Versuch wert... und wenn mir die Luft ausgeht ... bin ich schneller zu Hause, als ich fortgegangen bin, soll mir auch recht sein...

Jetzt hör ich lieber auf, sonst kommen mir bald selber noch Zweifel, ob ich wohl das Richtige getan habe.

Punkt um - es ist geschehen... und jetzt gucken wir mal in die Zukunft.

Ach ja, und wieviel das wohl in Euro ist... keine Ahnung noch, beim jetzigen Kurs sind es rund Euro 27.000,- kann noch schlechter (mehr), kann aber auch, was ich noch hoffe, ein klein wenig besser (weniger) werden... also alle die mir wohl gesinnt sind... bitte Daumen drücken..

Bussl
Brigitta

PS.: Ja, und alle anderen News bitte in Gabys Blog nachlesen... bin ich froh, dass sie da ist, und ich freu mich heut schon aufs nächste Wiedersehen mit ihr in Bali - im eigenem Haus.

15
Apr
2009

Urlaubsvertretung

Hallo meine Lieben,

mir gehts gut. Alles wunderbar - ich befinde mich jetzt wirklich fast 3,5 Wochen auf Urlaub, denn endlich ist Gaby da. Und ob ihrs glaubt oder nicht - ich hab daher fürs Bloggen eine "Urlaubsvertretung" gefunden... sie schreibt nämlich auch einen... ihre Adresse ist:

http://balifeeling.blogspot.com/

... und was sollt ich anderes schreiben können, wenn die kommenden 3,5 Wochen unser gemeinsamer Urlaub ist???

Aber ich bin sicher, so zwischendurch melde ich mich auch.

Bussl
Brigitta

10
Apr
2009

Daily ??!! News ;-)

Ich hab schon direkt ein schlechtes Gewissen, weil ich so wenig blogge. Aber bitte, bitte mir nicht böße zu sein, ich komm einfach nicht recht dazu. Morgen kommt Gaby auf Besuch – und ich fürchte ;-) , die nächsten 3,5 Wochen werden die Blogg-Einträge auch net wirklich sprudeln. Ich freu mich schon rießig auf Gaby – was sicher jedermann/frau verstehen kann.

Aber ich verspreche hoch und heilig, die Bike Tour, genauso wie all die Dinge der letzten Wochen finden sicher in einer ruhigen Minute ihren Blogg-Platz.

In den letzten Wochen war ich mit meiner Haus- und Dive Center Planung beschäftigt – war ganz stolz auf meine Zeichnungen – und bin mittlerweile wieder „back to the roods“ zurück zum Start, weil ich irgendwie ein bisschen „großzügig“ geplant habe… und hätte ich die doppelte Summe an Kapital zur Verfügung, würde es sich trotzdem nicht ausgehen…. Ok, nochmal von vorne. Auch gut.

Schlimmstenfalls verbringe ich die nächsten Monate mit Planung – dann geht mein Kapital auch drauf – und ich komm bald zurück. Ehrlich gesagt, das würde ich mir momentan am wenigsten wünschen.

Ende Mai haben sich in Amed 8 englischsprachige Tauchschüler angesagt – und ich bin gebeten worden, diese zu unterrichten. Auch für diese Planung ging natürlich eine Menge Zeit drauf – obwohl ich noch nicht einmal weiss, kommen die jetzt, oder nicht, sind meine „Konditionen“ akzeptabel, oder wollen Amed Scuba mich lieber doch nicht als Tauchlehrerin – keine Ahnung, aber Kalkulation und Planung haben mich trotzdem ein wenig Zeit gekostet, eh klar. Kann ja nicht zusagen – und keine Ahnung haben, wie ich das organisieren will. Sicher, macht mir auch Spaß und wird in Hinkunft mein Job sein, aber trotzdem, kommt natürlich immer alles zusammen. Man kennt das ja.

Aber wie gesagt. Jetzt kommt erst mal Gaby – und Ende April / Anfang Mai sehen wir dann wieder weiter. Ein Schritt nach dem anderen – dann lösen sich bekanntlich so manche zwischendurch auch wieder von selbst in Luft auf….

Was ich natürlich noch sagen kann – aber ich denke, dass kann man auch aus diesen Zeilen entnehmen:

Mir geht’s wunderbar. Wetter ist traumhaft, und zum Tauchen komme ich hoffentlich in der Zeit, wenn Gaby da ist ;-)

Dickes Bussl und eine heftige Umarmung an Alle, die eine/s haben wollen.

PS.: Biiiiiiiiiiete um Verständnis… auch im Mail beantworten bin ich äußerst zurückhaltend… sorry, sorry, sorry, sorry,….

Ach und noch etwas: Ich wünsche natürlich Allen ein wunderschönes Osterfest - mit vielen bunten Eierleins...

27
Mrz
2009

Zwischenbericht - Tauchen

Vorgestern, beim Tauchgang in Menjangan war ein junges Mädchen, Ella, dabei. 5 Jahre alt, ganz süß anzusehen, gut erzogen und aufgeweckt. Sie war mit den Eltern zum Schnorcheln mitgekommen. Allerdings, so meinten die Eltern, Ella mag das Schnorcheln noch nicht… sie kann einfach noch nicht durch den Mund atmen – macht es durch die Nase… so funktionierts halt nicht… aber macht nix, Spass macht es trotzdem…

Herausforderung????? Na klar!! Nach meinem wunderschönen relaxtem Tauchgang und der darauffolgenden Mittagspause habe ich dann Ella gefragt, ob sie den mit mir ein bisschen ins Wasser schwimmen gehen will. Wir könnten ja die Brille und den Schnorchel einfach mal mitnehmen und schauen, ob wir die nutzen wollen. Ganz sicher war sie sich nicht, aber nachdem ich auf der Fahrt schon ein wenig ihr Vertrauen gewonnen habe, willigte Ella schließlich doch ein. Ihre Eltern meinten, ja, probiert es ganz einfach, aber mach dir nichts draus, wenn es nichts wird.

Was soll ich sagen. Kinderleicht war es. Wenn man zum Equipment vertrauen fassen kann, wenn man sich sicher fühlt, wenn man etwas austestet – und es funktioniert – dann traut man sich damit auch schwimmen gehen. Genauso war es auch.

Als Ella die vielen Fischlein unter Wasser sah… - da wars auf einmal gar kein Problem mehr, aus dem Schnorchel zu atmen – und auch ein bisschen Wasser schlucken … salzig, spuck, spuck … wer spuckt weiter von uns beiden?? … auch das macht gar nichts aus. Wasser in den Augen… schwups, reib zu, auf… geht schon wieder…

Und nebenbei hat Ella gleich noch gelernt, warum man den Schnorchel auf der linken Seite trägt, warum man die Maske immer zum Hals hinuter schiebt, und nicht auf den Kopf und warum man einen Bleigurt nicht an der Schnalle hochzieht….

…. in ein paar Jahren, so 10 an der Zahl… wird Ella mal meine Tauchschülerin sein,…ggg…. und Beide hatten wir Mordsspaß die ganze Zeit…. und die Eltern meinten… jetzt wirst du uns ewig in Erinnerung bleiben….. was will man mehr… heute Kinder, morgen Kunden… und das mit Einverständnis der Eltern…

Allerdings, eines verstehe ich manchmal an Eltern nicht…. Wie soll ein 5jähriges Mädel einen Schnorchel ausblasen können, der keine Öffnung nach unten, sondern nur den laaaaaaaangen Schacht nach oben hat??? Manch Erwachsener hat nicht so ein großes Lungenvolumen, dass er das schafft – und dann ein Kleinkind, wo die Lungenflügel und die Bronchien noch jahrelang in der Entwicklung stehen???? – wie soll das gehen???? Macht nix, Ella bekommt zum nächsten Geburtstag – oder wahrscheinlich schon viel früher… einen geeigneten eigenen Schnorchel. Ich darf jetzt nicht ungerecht sein. Die Eltern Gitti und Walter hatten eh einen passenden Schnorchel noch zusätzlich mit…. aber Ella konnte damit noch nicht umgehen…. konnte nicht… jetzt kann sie.

Es war wunderschön für mich, mit Ella zu „arbeiten“. Es macht soviel Spass und Freude, und was da alles zurück kommt. Das Leuchten in den Augen – ein Geschenk, dass mich sehr sehr bereichert hat. Danke Ella.

Beim ersten Tauchgang war ein Introduction Taucher (Erstlingstauchgang – zum gucken, ob Tauchen Spass macht??!!!) dabei. Ich war ja genauso Kunde wie er, aber ein bissl quasseln übers Tauchen kann man ja. Ein bisschen erklären und erläutern, auch ein bisschen hinweisen, auf die Gefahren des Tauchens – und wie man ihnen begegnen kann… und erzählen, was es alles an Tollen Dingen zu bestaunen gibt, - Introduction Tauchgang erledigt – und Open Water Kurs gebucht. Manchmal denke ich mir, ich sollte bei Spice Dive schön langsam Prozente verlangen…..gggg.

Was für mich wiederum heisst. Tauchen und lehren macht mir Spass. Ich habe wieder eine Aufgabe gefunden, die mich vielleicht auch ernähren kann. Was kann es Besseres geben, als ein Hobby, das zur „Arbeit“ wird. In kurzen Hosen und den ganzen lieben langen Tag im Freien. Unabhängig und Frei.

Es ist noch ein langer Weg bis zum Unabhängig und Frei. Und wenn ich kein Hosenscheißer bin, dann werde ich ihn – zumindest eine Zeitlang – auch gehen. Wünsche ich mir jedenfalls. Und wo ein Wunsch ist, ist bekanntlich auch schon der halbe Weg gegangen.

Zwischenbericht - wie es mir geht

Eigentlich wollte ich heute an meinem Bericht über die Bike Tour fortsetzen. Aber irgendwie ist mir mehr danach, zu erzählen, wie es mir geht. Ich will keinen Neid erzeugen, aber nachdem ich brav geschrieben habe, als es mir nicht so besonders ging, möchte ich euch auch daran teilhaben lassen, wenn es mir gut geht.

Mittlerweile merkt man von der Regenzeit nicht wirklich mehr etwas. Die Tage sind wunderschön, und die Sonnenuntergänge unvergesslich. Die Temperaturen manchmal heiss, meistens angenehm und die Tauchsaison hat wirklich schon begonnen.

Ich fühl mich ein bisschen wie der Spruch „… so gut wie einem jungen Hund…“, woher der Spruch auch immer kommen mag. Meine Tage beginnen mit dem aufwachen, wann immer ich ausgeschlafen bin. Ich habe es sogar 4x in den letzten 10 Tagen geschafft, um 07,00 aufzustehen. 2x davon war jeweils ein Tauchtag mit Spice Dive angesagt und 2x war mir einfach danach, weil ich ausgeschlafen war. Ausgeschlafen heisst bei mir … nach gut 8-9 Stunden durchgehender Schlafphase…

Die Tage sind ausgefüllt mit… Nichtstun??? Oder besser gesagt, mit Tun wonach mir ist. Und wenn es nichtstun ist, ist es auch gut. Oder wenn ich tauchen gehen will, dann zieh ich mich um, geh 5 Schritte vor die Tür und betauche das Hausriff…

Und wenn ich müde werde, vom vielen „tun“, dann leg ich mich eine Stunde aufs Ohr.

Oder ich setze mich auf mein Bike, und erkundige die Gegend. Guck bei den vielen verschiedenen Prozessionen zu, genieße einen besonderen Ausblick, oder setz mich einfach an den Strand und „quassle“ mit den Einheimischen. Wobei, mehr als Guten Morgen… wie geht es dir, wie heisst du, wo gibt es, bzw. gibt es…bzw. kann ich bitte (eine Cola, ein Bier, Nasi Goreng,…) haben, … kann ich zwar noch nicht, was ganz alleine meine Schuld ist, weil ich einfach zu faul zum lernen bin, aber das macht gar nix.

Das Tauchen hier ist sowas von relaxt und angenehm, ich kanns gar nicht richtig beschreiben. Ich verstehe jetzt erst die Aussage meines Examiners beim Instructor Kurs… und warum tut sie sich den Kurs hier (in Kroatien) an, wenn sie doch eh oft genug in Bali ist??? Sie macht es sich gerne ein bissl schwerer, als notwendig, gellt. Das sagte er zu meiner Kurs Direktorin Ute Welcker im IDC (Vorbereitungskurs für Instructorprüfung). Was soll ich sagen… anscheinend wirklich!! Ich weiss nicht genau, woran es liegt, ist es der Salzgehalt des Meeres, sind es die wesentlichen Temperaturunterschiede ober- und unterhalb der Wasseroberfläche, oder was genau ist es?? Es ist nun mal so.

Ich lasse meine Seele baumeln – und schön langsam pendelt sie sich ein. Sicher, ich werde noch immer hektisch und fuchtelig, wenn es daran geht, irgendeinen Termin (tauchen, einkaufen, Visum unterschreiben, …gggg) einzuhalten. Aber ich habe das Gefühl, auch das wird langsam besser. Weil es ja wirklich wurscht ist… 5 Minuten früher, oder 10 Minuten später – was ändert es denn? – was getan werden muss, wird getan – ob hektisch oder in Ruhe – ist doch relaxter viel angenehm, als hektisch herumschwitzend. Ich gewöhne mich sehr rasch ans langsame gehen…ggg… irgendwann wird man mir auch die Hosennaht nähen können, während des Gehens…ggg.. – eine Sache, die mich früher wahnsinnig gemacht hat, wenn ich sie bei Anderen bemerkt habe…

Auch wenn es manchmal eben Dinge gibt, die einfach nicht so funktionieren, wie ich es will, dann geht es eben anders, irgendwie geht es schon. Und wenn es einfach nicht funktionieren will – brauch ich es dann wirklich?? Meistens nicht. Eines ist mir auch aufgefallen. Wenn man so in Ruhe an die Dinge herangeht, dann fallen einem mitten unter dem Tun auch gleich noch Sachen ein, wie es besser gehen könnte, oder wie man das Eine oder Andere auch gleich von vorhinein ausschließen kann, … eine wunderbare Erkenntnis!

Ich bin neugierig, ob ich all diese wunderbaren Erkenntnisse auch dann einsetzen werde, wenn es daran gehen wird, mein Häuschen zu bauen. Da wird es sich weisen, ob ich wirklich so relaxt bin, wie ich momentan glaube…

Ja, ihr lest recht. Ich bin überzeugt davon, dass ich noch ein wenig länger bleiben will. Es gibt eine Menge an Entscheidungen zu treffen, und ich habe mir vorgenommen, spätestens im Mai/Juni, diese zu treffen. Da geht es nicht mehr darum, ob ich noch länger bleiben werde – ich werde – da geht es um, nur Häuschen, oder auch gleich Tauchschule – was kann ich mir leisten – wo – ab welchen Betrag „eiserne Reserve“ nehme ich mir Sicherheit weg,…

… es gibt noch zig andere Entscheidungen die anstehen… langsam, langsam,… - ein Schritt nach dem Anderen.

20
Mrz
2009

Teil 2 von 2 vom 04.03.

Wieder was gelernt. Weiter geht’s. Grummel, grummel, mein Magen meldet sich. Schließlich ist es mittlerweile 12,30 geworden und ich hatte ja bis dato noch nichts gegessen, bis auf meine 2 Kaffee und 3 Kaugummis war mein Bauchi noch leer.

Also raus auf die Hauptstrasse und umhergeguckt. Wenn du da so durch die gegend zuckelst, und dich umsiehst, bist du ungefähr mit einer Geschwindigkeit von 20 – 30 km/H unterwegs – mehr schleichend als fahrend, aber anders findet man als Europäer die Hinweisschilder kaum, die irgendwo versteckt zwischen Palmen herumhängen…

Aber das Schild Tauchbasis xxxxxx – da ich natürlich keine Werbung für zukünftige Konkurenz machen will, kommt der Name natürlich nicht rein – aber auf Anfrage wäre er vorhanden ;-) – das war nicht zu übersehen. Hört sich gut an, also hin mit mir. Vielleicht krieg ich ja da angemessenes Futter für meinen hungrigen Bauch.

Die Tauchbasis war ok, der Weg bis dahin nicht! Das war kein Weg – und wenn ich nicht so experimentierfreudig wäre, hätte ich wahrscheinlich auf halbem Wege kehrt gemacht. Irgendwann muss sie doch kommen, fix noch mal – hoffentlich krieg ich vorher keinen Platten in meine Reifen rein!

Endlich, es gibt sie ja doch! Abgestiegen, und mal umgesehen, ob ich irgendwo einen dienstbaren Geist finde – Ach ja, dort im Restaurant scheint es jemanden zu geben… also fragen wir mal nach. Wie gesagt, die Tauchbasis war ganz in Ordnung, die Preise, und vor allem die Abstimmung zwischen Angestellte und Chef nicht so ganz. Ok, man hört heraus – ich war ein bissl sauer im Endeffekt. Die Angestellte sagte mir den Preis für 1 Person zu – extra nachgefragt(!) – bei einem späteren Gespräch mit dem Chef – wars dann der Preis für 2 Personen.

Die Anlage ist eigentlich schön. Die Preise grundsätzlich die üblichen – bissl höher, aber an und für sich akzeptabel – nur als Single kommst ein bisschen blöd weg, das finde ich halt schade.

Ist anscheinend eine Marotte geworden in Bali. Früher konntest du als Single auch einen Single Preis erhalten – heute kriegst du nur mehr zum Preis von 2 ein Zimmer bzw. einen Bungalow zu mieten. Finde ich schade. Einzelzimmerzuschlag (von mir aus, die Hälfte für die 2. Person) finde ich ja noch ok. Aber den vollen Preis, ob eine oder zwei Personen da sind – find ich voll sch…. . Oft sind in den Preisen ja dann auch noch Frühstück inkludiert – kann ich dann auch für 2 frühstücken?? Habs noch nicht ausprobiert – aber ich glaub, ich werde es noch…

Wie auch immer, das verspätete Frühstück hat mir gut getan und nach 2 Stunden Schlaf hatte ich auch Ruhe, mich ein wenig umzusehen und umzuhören.

Beim umhören kams dann zu o.a. ausräumen des finanziellen Irrtums. Ok, habs akzeptiert. Eigentlich wollte ich den Chef ja noch ein bisschen ausfragen – wie er das denn so gemacht hat – als Ausländer – eine Firma hinzustellen – und überhaupt… - ich hab nicht nach „Schleichwegen“ gefragt – ehrlich, ich wollt einfach nur ein bissl „allgemein“ quasseln….!

Die Frage war ihm nicht sehr angenehm. Seine Antwort:“Ohne Uniform und Ausweis bekommst du solche Informationen nicht von mir…(??????)!!!!“. Wie auch immer, war meine Frage falsch (??), hat er was zu verbergen (???), irgendwie war das Klima „versaut“.

Ich habe dort Vendelin, einen jungen Österreicher aus Innsbruck, der jetzt mit seinem Naturwissenschaftlichem Studium fertig ist – und frisch gebackener Magister – nochmals gratulation – und in Flennsburg (D) lebt, kennengelernt. Wir haben uns wirklich gut unterhalten, ich habe die paar Stunden echt genossen. Auch die Themen und Einstellungen sind ganz ok. Allerdings, ich hoffe, ich konnte ihm seine Einstellung zu seinen zukünftigen Arbeitsplatz ein bissl „ausreden“. Er war so der Ansicht – ok, was ich gerne tun würde, krieg ich eh nicht, dann such ich mir eben etwas, egal was, dass wenigstens gut bezahlt ist…. die Einstellung hat mir gar nicht gefallen. Wenn ich mir vorstell, 40 Jahre lang eine Arbeit zu tun, nur weil sie gut bezahlt ist… nein, ich hoffe er sucht und findet etwas, dass ihm auch Spass macht.

Ach ja, und eine Perlenzucht gibt es dort auch. War interessant, zu sehen, wie so was abläuft. Wobei – wirklich viel zu sehen gabs ja eigentlich nicht… die Perlen sind ja unter Wasser…. aber viel Secruity rundherum, abgesteckte Wasserflächen … sind dort die Perlen versteckt ??  und wieder „Schichtbetrieb“ … diesmal halt für Taucher.

Wie auch immer. Den Nachmittag kann man als Erhohlungsphase ansehen, und am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück ging die Fahrt weiter.

Und ich schreib irgendwann in den nächsten Tagen weiter, denn jetzt gehe ich mal eine Stunde Tauchen....

Teil 1 von 2 vom 04.03.

04.03.2009 Es ging so gemählich des Weges dahin, ein wenig ohne Ziel, die Gegend genießend. Hier und da einen Abstecher um mal – genau wie in Australien – zu gucken – wohin führt denn diese Straße hier? Einmal führte sie mich zum „Hafen“ von Celukan Pawango. Ok, wirklich kleiner Hafen, mit den üblichen Hafenarbeitern, die mich genauso bestaunt haben, wie ich sie. Dorthin verirrt sich selten ein Tourist. Und auch die üblich angebotenen Frühstücke – hmm neee, ich glaub, dass ist noch nichts für mich…

Das mit dem gegenseitigem bestaunen wird in den nächsten Berichten noch öfters vorkommen – war irgendwie so… immer wieder… ein vorsichtiges bestaunen und abtasten der balinesischen Bevölkerung mit mir – und umgekehrt. Irgendwie komisch, aber man gewöhnt sich daran. Schließlich bin ich der Ausländer hier.

Um die nächste Kurve gebogen… und auf einmal stand ich vor einer „Ziegelfabrik“. Eine Fabrik, in der Betonsteine händisch erzeugt werden. Na dass muss ich mir doch angucken! Und natürlich auch dokumentieren. Ich habe sowas noch nie gesehen. Da gibt es eine Maschine – vielleicht ein Gebilde aus Metallteilen – von Hand wird Betongemisch reingeschaufelt. Dann wird – mechanisch – der Hebel hinuntergedrückt und wieder hinauf, das ganz wird damit „gepreßt“ – flugs und der Stein ist fertig.

Beton rein – Hebel runter/rauf – Stein raustragen – Holztrageplatte für Stein säubern – wieder rein damit; Beton rein – Hebel runter/rauf – Stein raustragen – Holztrageplatte säubern, rein damit; Beton rein – Hebel runter/rauf – Stein raustragen;

schaufelscheuer – rums – kreisch – ruhe – raschel – schaufelgescheuer – rums – kreisch – ruhe – raschel – schaufelgescheuer – rums – kreisch – ruhe – raschel – schaufelgescheuer - usw. usf. ….

Höchst interressant – und ich glaube, irgendwann hört dann das Denken bei der Arbeit auf…. rums – kreisch – ruhe – raschel – schaufelgescheuer….

Gibt es in Österreich noch Werke, wo das manuell gemacht wird?? Keine Ahnung. Für mich war es eine lehrreiche Erfahrung.

Weiter gings. Rauf auf die Hauptstraße – such such – wo ist die – 2 km weiter gefahren, und schon wieder eine interessante Straße zum abbiegen da. Nichts wie rein… und fahr und fahr und fahr – nix kommt – auf einmal steh ich vor einem Firmentor, in der einer der Krabbenzuchten angesiedelt ist. Hmmm guck blöd herum – sieht mich so eine Balinesin… und winkt… huch die meint ich soll verschwinden – ich deute es als einladende Geste – fahr in den Vorhof und stell mein Bike ab. Freundliches Lächeln auf das Gesicht gesetzt, Fotokamera ausgepackt und langsam gehe ich auf die Balinesin zu.

Die guckt mich ein bisschen finster an – registriert die Kamera in der Hand – und – setzt ein Lächeln auf.

Was denn hier wohl gemacht wird – und wie dass denn funktioniert – und wofür wohl die kleinen Wasserräder hier sind – und warum es so viele Wasserbecken hier gibt –, und ob ich wohl ein paar Fotos schießen darf – und und und…. freundlich lächelnd bringe ich meine Fragen vor – kauderwelsch indonesisch und englisch und Hände und Füße benutzend.

Ich weiss nicht was es war, mein freundliches Lächeln, meine vielen Fragen, ihren Blick ignorierend – der ein wenig abweisend war, am Anfang – geht sie dennoch geduldig auf all meine Fragen ein.

Somit weiss ich jetzt, wie eine Krabbenzucht funktioniert, und wieviel !!Tonnen!! ein gutes Jahr verheißen und ab wann es „schlechte“ Geschäfte sind. Und wenn es zu viele Krabben gibt – wird eben Fisch gezüchtet… Fischbecken angeguckt… Futter hineingestreut… und da kommen eine Menge Fische auf mich zu – sehen irgendwie wie lauter kleine Haie aus – sind es aber nicht – ist irgendeine Art „alltäglicher“ Fisch, der hier gefangen wird. Ich bekam zwar die Antwort, welche Art es ist…. aber sorry – 1. kann ich dass von balinesisch nicht auf deutsch übersetzen und 2. habe ich mir den balinesischen Namen nicht einmal gemerkt.

Die Wasserräder sind übrigens dafür da, dem Wasser genügend Sauerstoff zuzuführen, damit die lieben kleine Krabben auch genügend Luft haben und schön groß und stark werden, damit sie dann – wie in einem großen Kochtopf – abgeseiht werden, ob und wie sie dann getötet werden habe ich nicht nachgefragt – auf alle Fälle kommen sie dann in große Eisbehälter und werden teilweise im Land herumgefahren und teilweise exportiert.

Lebenszeichen und Tour Teil 1 von ??

Damit ihr mal wieder ein Lebenszeichen von mir bekommt, beginne ich mal mit dem Beschreiben der Tour. Ganz kurz zu meinem momentanen Stand. Mir geht’s gut. Momentan befinde ich mich auf „Urlaub“ und schön langsam kehrt auch Ruhe ein.

Tour: 03032009 – und die erste Station war Kalisada. Dort war ich bei Lynda und Glen zum Abendessen und zur 1. Übernächtigung eingeladen. War ein recht angenehmer Abend. Wir haben gegrillt und gequasselt. Glen hat mir extra das Gästezimmer hergerichtet. War alles hübsch arrangiert, doch ich habe dankend abgelehnt. Sie haben so ein „Strandhäuschen“ vorne offen, aber oben mit leichtem vorgeneigtem Dach. Wie ein kleines, nach vorne offenes Zelt. Ich habe sowas schon an diversen Stränden (nicht in Bali, eher Hamburg, Italien) gesehen – wird unter Strandkorb gehandelt. Das war mein erklärtes Ziel. Ich wollte endlich mal die Sonne aufgehen sehen. Ich glaub, es war so ungefähr 02,30 früh, als wir uns endlich zum schlafen zurückgezogen haben. Nachdem der Strandkorb eigentlich vom dort ansässigen Hund als Liegefläche bevorzugt wird, haben Glen und ich mit ihm noch ein wenig diskutiert, wer denn nun die Nacht dort verbringen darf – und Gott sei Dank konnten wir uns durchsetzen. Ich durfte.

Alles ist darin rund und einladend. So war für mich bald die richtige Schlafposition gefunden – natürlich nicht, ohne den ganzen Strandkorb dreimal um seine eigene Achse zu drehen, damit ich ja die richitge Position für meinen Sonnenaufgang habe. Ich bin nicht kompliziert…. alles andere ist es… ;-)

Was erwähnenswert wäre ist, dass in Kalisada eigentlich fast immer ein leichter, kühler Wind weht, was tagsüber für eine unheimlich angenehme Abkühlung sorgt, und natürlich auch Nachts….. jajaja, ich bin kompliziert… irgendwann wurde es mir mit leichtem Badetuch bedeckt, natürlich zu kühl… und ich hab den Strandkorb doch noch einmal kurz „verschoben“.

Ein paar Stunden später ging die Sonne auf…. und wie erwartet, ohne von mir aus liegender Position heraus, bewundert. Allerdings war ich rechtzeitig munter, und flugs aus dem Bette springend….. ich frühmorgens und flugs… ist natürlich geflunkert… ;-) – wie auch immer, ich habs geschafft. Ein traumhaft schöner Sonnenaufgang war mein Geschenk des Tages. Mein Gedanke war… und dass kannst du in Zukunft jeden Tag haben… wenn du es willst.

Mittlerweile war es 7,15 früh, mein 2. Kaffee war getrunken und die Bedienerin machte sich gerade daran, den Berg Geschirr abzuwaschen, der vom gestrigen Mahl übrig geblieben ist….. Zeit für mich, zu fahren… ;-)

13
Mrz
2009

Melde mich zurück

Sodala, Bike Ausflug beendet. Ich melde mich hiermit ganz brav und wohlbehalten wieder zurück. Ich werde versuchen, im Lauf des Wochenendes einen ausführlichen Bericht zu liefern.

Vorerst sei nur eines gesagt. Es war wunderschön, unterwegs zu sein. Ich habe mir das Urlaubsfeeling zurückgeholt und wirklich entspannt. Ich war fast genau 680 km unterwegs. Mein Hinterteil und mein Bike haben brav mitgespielt.

Ich habe einige wunderschöne Plätze gesehen, die es einfach wert sind, sie noch einmal zu besuchen. Ich bin überzeugt, so eine Bike-Tour werde ich bald wieder unternehmen.

In Bezug auf meine Fragen, wie es weitergeht, habe ich zwar noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen, aber vorerst können Sivlia und ich wieder miteinander… und was morgen ist, werden wir morgen entscheiden.

Also, habt noch ein wenig Geduld mit mir, es folgen bald ein paar Zeilen mehr.

28
Feb
2009

Wohngemeinschaft... und das mit mir!!! Teil 1 von 2

Jetzt ist es soweit. Zwei taffe, selbständige Personen, die doch beide schon längere Zeit alleine leben – eine mehr, die andere a bissl weniger, aber trotzdem auch schon lange genug – leben in einem Haus zusammen. Beide sind es gewohnt mehr als genug Platz zu haben – lebten sie doch bis dato in einem Haus bzw. einer 100 m² großen Wohnung alleine, und nun gemeinsam, in einem Haus, ohne Rückziehmöglichkeit.

Ob sie als unterschiedliche Charaktere zu beschreiben sind, hmm, sicher, wie es immer zwischen 2 Menschen ist… und doch in manchen Dingen auch wieder sehr ähnlich.

Jeder der mich kennt, und ich nehme an, so a bissl tut das jeder, der diesen Blog liest, und gewusst hat, Brigitta zieht in Bali mit ihrer Freundin in ein Haus, solange, bis ihr eigenes fertig ist – wird sich schon von Anfang an Gedanken gemacht haben – na ob das gut geht???

Ich habe bis dato noch nie in meinem Leben in einer Wohngemeinschaft gelebt, ausser man bezeichnet die ersten 20 Jahre im Leben eines Menschen innerhalb der Familie auch so etwas wie „Wohngemeinschaft“ – aber darüber hinaus …. null niente, nie…

Ich glaube schon, dass ich ein Mensch bin, mit dem man es „aushalten“ kann, aber dass ich meine Eigenarten habe, darüber brauchen wir ja nicht zu diskutieren. Und ich glaube, jede Wohngemeinschaft ist eine Art Beziehung – ähnlich einer Partnerschaft – nur eben ohne das eine…

Wobei ich auch glaube, wenn man sich nicht gern hat, würde eine Wohngemeinschaft sowieso nicht funktionieren. Sich gern zu haben, oder „beziehungstechnisch“ zueinander zu stehen sind 2 Paar Schuhe. Einerseits akzeptiert man die Dinge des anderen leichter – was man, glaub ich in einer Beziehung nicht so leicht macht – andererseits stellt man sich in manchen Dingen viel eher auf die Füße und sagt – hey stop, das nicht, und schon gar nicht so, mit mir.

Eigentlich bin ich ganz schön stolz darauf, dass wir es soooo lange ausgehalten haben, ohne wirklichen Knatsch. Und dabei muss ich wohl sagen, das Silvia die bessere Konfliktmanagerin ist, als ich. Sie hat eine angenehmere, ruhigere Art als ich, die Dinge anzugehen, auszusprechen – zur Diskussion zu führen.

Manche Menschen können mittlerweile meine emotionalen Ausbrüche akzeptieren, können sie händeln, bekommen sie nicht in den „falschen Hals“. Dass ist sicher auch ein Grund, warum es zum Knatsch gekommen ist. Allerdings, huhuhu – ich geb euch nicht die Bestätigung – ich denke nicht, dass es der wichtigste Grund ist…
Klar, sicher, trägt es nicht gerade zu einem friedlichen miteinander bei, …

Für mich wird es zu eng – ohne Rückziehmöglichkeit, für Silvia vertrete ich zu taff ein paar meiner Grundsätze, und sie braucht auch mehr Freiraum. Komisch, wie leicht es geht, dass ein ganzes Haus für 2 Personen zu eng wird….

Silvia ist es gewohnt, Personal zu führen, und manchmal merkt man das dann halt auch, wenn kein Personal da ist, und alle die mich kennen wissen – ups schwerer Fehler – nicht mit Brigitta …ggg… sicher bekomme ich solche Dinge in einen falschen Hals, der selbstgestrickt ist – sonst wärs ja auch net „mein“ falscher Hals.

Sicher könnte man sich natürlich jetzt psychologisch angucken – schau mal, was steckt dahinter….

Das steht jetzt nicht zur Debatte. Das wollen und können wir beide jetzt nicht mit den einzelnen Dingen unserer „Wohngemeinschaftsproblematik“ machen – es gibt genug anderes (Kalisada), dass es zu lösen gilt – somit brauchen wir eine andere „Zwischenlösung“.

Wohngemeinschaft... und das mit mir!!! Teil 2 von 2

Deswegen habe ich mich jetzt einmal dazu entschlossen, wirklich endlich ein paar Tage auszuspannen – wobei manche meinen, dass mach ich eh schon die letzten 2 Monate – ich für mich sehe das nicht so – und um mich geht’s in diesem BaliBlog nu mal, oder??? – ok halt nicht in Andreas Haus, dann halt eben mit dem Bike auf einer kleinen Tour – und somit ohne meinem geliebten Tauchzeugs… das Wetter ist eh noch viel zu instabil, um schöne Tauchgänge zu garantieren… einfach mal wieder Luft und Raum zu schaffen, um durchatmen zu können.

Und wenn ich dann wieder zurück bin – voraussichtlicher Start auch erst Anfang/Mitte kommender Woche – so um den 3. bzw. 4.3. - keine Ahnung wie lange – 2, 3 Tage oder länger (????) – werden wir mal gucken, ob der Zeitraum lang genug war, um wieder eine Zeitlang gemeinsam in der WG zu leben, oder eben Silvia noch ein paar Tage „Luftschnappen“ anhängt, und ebenfalls auf „Reisen“ geht.

Denn, so leicht ist es auch in Bali nicht, einen geeigneten „gemeinsamen Lebensraum“ zu finden. Da gelten die gleichen Aussagen, wie ich finde überall auf der Welt:
Zu groß, zu klein, zu teuer, zu billig (ups, neee,..ggg…) zu „schmuddelig“, kein richtiges Preis-/Leistungsverhätlnis, die falsche Umgebung, zu viele Menschen in der Nähe, zu wenig Menschen in der Nähe, der nächste Nachbar guckt dir auf den Teller – ist zu weit weg (Sicherheit), … endlos viele Gründe lassen sich da aufzählen…

Und eines ist auch ganz klar – wenn man das Gefühl bekommt – ups ich glaube, eine WG ist nichts für mich – dann findet man auch im Besten, Schönsten, Idealsten Haus etwas, dass man nicht akzeptieren will und kann. Damit meine ich – die Frage ist legitim – die sollte ich mir in den kommenden Tagen stellen.

Somit müssen wir uns sicher bald die Frage stellen ok versuchen wir es noch eine Zeitlang gemeinsam, oder gehen wir lieber gleich auseinander – solange wir wirklich noch gut miteinander umgehen.

Oder können wir es uns erlauben, nach der (Zwangs-)Pause eine Zeitlang wieder gemeinsam miteinander zu versuchen, und schaffen es dann auch noch, wenn nötig, im guten Einvernehmen auseinader zu gehen?

Oder ist der Zeitpunkt gekommen, dass sich die Wege trennen sollten, eben um das gute Einvernehmen auch weiterhin aufrecht erhalten zu können???

Keine Ahnung, und wenn, wer geht dann, wer sucht, sh…

Wieso bekomme ich das Gefühl, ich komm in den nächsten Tagen wieder nicht wirklich dazu, meine Bali-Fragen (langfristig) zu beantworten, sondern maximal die Fragen bezüglich meines weiteren kurzfristigen Verbleibs in Bali??

Eure Fragezeichen BaliBrigitta

PS.: Sollte ihr daher in der nächsten Zeit mal wieder eine etwas längere Pause in den Berichten haben… keine Sorge.. Brigitta is on Tour… ich meld mich wieder wenn ich zurück bin….
Bzw. vielleicht gibt’s auch noch was bevor ich losdüse… nur, damit ihr mal Bescheid wisst….
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